Hydrokultur für Unternehmen

Hygienische Begrünung für Büros, Hotels, Kliniken und Geschäftsräume

Pflanzen ohne Erde, aber mit System

Hydrokultur ist ein erdfreies Pflanzensystem, bei dem Pflanzen in anorganischem Substrat (Blähton) wurzeln und mithilfe eines Wasserstandsanzeigers kontrolliert bewässert werden. Für Unternehmen bietet Hydrokultur entscheidende Vorteile: 60 % weniger Pflegeaufwand, keine Verschmutzung durch Erde, längere Gießintervalle (2–3 Wochen statt 2–3 Tage) und eine höhere Pflanzenvitalität durch optimale Nährstoffversorgung.

Hydroflora stattet seit 1968 gewerbliche Objekte mit professionellen Hydrokultursystemen aus – von der Planung über die Installation bis zur Wartung der Hydrokultur-Pflanzen im Rahmen unseres umfassenden Pflege-Service.

Klickbares Inhaltsverzeichnis:

Reduzierter Pflegeaufwand

60 % weniger Zeitaufwand für Pflege. Gießintervalle: 14–21 Tage statt 2–3 Tage.
Ideal für Facility-Management mit begrenzten Ressourcen.

 

Hygiene und Sauberkeit

Keine Erde = keine Verschmutzung von Böden und Möbeln.
Keine Trauermücken oder andere erd­ge­bun­dene Schädlinge. Besonders relevant für Gesundheitseinrichtungen und Gastronomie.

Kosteneffizienz über Lebenszyklus

Höhere Initialkosten, aber 40 % niedrigere Gesamt­kosten über 5 Jahre. Reduzierte Ausfall­quote und Ersatz­pflanzungen. Planbare Wartungs­kosten.

Langlebigkeit und Pflanzenvitalität

Optimale Sauerstoffversorgung der Wurzeln. Kontrollierte Nährstoffversorgung.
30–40 % längere Lebensdauer der Pflanzen.



Anwendungsbereiche und B2B-Use-Cases

Hydrokultur-Lösungen für jeden gewerblichen Bereich

Sie haben die Wahl zwischen Hunderten verschiedener Pflanzen: von der niedrigwüchsigen Zimmerpflanze über die charaktervolle Solitärpflanzen für Foyer oder Konferenzraum bis zu Raum-strukturierenden Pflanzen von mehreren Metern Wuchshöhe. Hydrokultur-Pflanzen eignen sich aufgrund ihrer beeindruckenden Vielfalt für zahlreiche Anwendungsfälle:

  • Büros & Coworking-Spaces
    Pflegeleichte Begrünung für Arbeitsplätze, Empfangsbereiche, Meetingräume
  • Hotels & Gastronomie:
    Repräsentative, hygienische Begrünung für Lobbys, Restaurants, Tagungsräume
  • Gesundheitseinrichtungen:
    Keim- und schädlingsarme Begrünung für Kliniken, Arztpraxen, Pflegeheime
  • Einzelhandel & Showrooms:
    Flexible, saubere Raumbegrünung für verkaufsaktive Flächen
  • Öffentliche Einrichtungen:
    Robuste Begrünung für Behörden, Schulen, Universitäten
  • Industriegebäude:
    Pflegearme Lösung für Produktionsstätten, Werkshallen, Kantinen
     

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Grundlagen der erdlosen Pflanzenkultur

Hydrokultur – Definition und historische Einordnung

Der Begriff Hydrokultur leitet sich vom altgriechischen Wort hydor (????) für »Wasser« ab und bedeutet wörtlich »Wasserkultur«. Er bezeichnet eine Form der Pflanzenhaltung, die auf einer erdlosen Anbautechnik basiert. Dabei wird das organische Substrat Erde durch ein anorganisches Trägermedium wie beispielsweise Blähton ersetzt, während die Nährstoffversorgung über eine wässrige Nährlösung erfolgt.

An der Entwicklung der Hydrokultur waren zahlreiche Wissenschaftler beteiligt, darunter Justus von Liebig, Wilhelm Knop und Julius Sachs, die mit ihren Forschungen zur Pflanzenernährung und Nährstoffaufnahme grundlegende Erkenntnisse lieferten. Die moderne Form der Hydrokultur geht jedoch überwiegend auf den amerikanischen Botaniker William Frederick Gericke zurück, der in den 1920er-Jahren den Begriff Hydroponics (aus dem Griechischen hydor = Wasser und ponos = Arbeit) prägte und die Methode erstmals in größerem Maßstab erprobte.

Einige Forschungshypothesen führen die Ursprünge hydroponischer Anbaumethoden sogar bis in die Antike zurück. So werden die hängenden Gärten der Semiramis, eines der sieben Weltwunder der Antike, gelegentlich als frühes Beispiel einer wasserbasierten Pflanzenkultur genannt. Unabhängig davon erlangte die Hydrokultur erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts und insbesondere seit den 1980er-Jahren größere Verbreitung und praktische Bedeutung.

Hydrokulturpflanzen spiegeln in gewisser Weise frühe Entwicklungsbedingungen der irdischen Flora wider. Die ersten Pflanzen wuchsen überwiegend auf mineralischen Substraten wie Lavagestein und wurden durch nährstoffreiches Wasser versorgt. Diese natürlichen Wachstumsbedingungen gelten als Vorläufer heutiger Kultursubstrate und werden in der modernen Hydrokultur gezielt reproduziert, um eine kontrollierte und effiziente Pflanzenentwicklung zu ermöglichen.

Welche Substrate sind für welche Pflanzen geeignet?

Pflanzen ohne Erde aufzuziehen klingt zunächst einfach und bequem. Doch eignen sich alle Zimmerpflanzen für Hydrokultur und welches Substrat ist das richtige?

Im Grunde kann beinahe jede Pflanze auch in Hydrokultur gehalten werden. Manche Zimmerpflanzen entwickeln sich in ihr sogar besser. Jedoch muss sie schon in einem frühen Wachstumsstadium an die Kultivierung gewöhnt werden. Wo sich die Zimmerpflanze nicht für die Haltung in Hydrokultur eignet, kann Semi-Hydrokultur oder ein mineralisches Substrat die Lösung sein. Bei der Semi-Hydrokultur behält die Grünpflanze einen Ballen echter Erde um ihre Wurzeln, umgeben von einem Hydrokultursubstrat, das ihr Halt gibt und alle bekannten Vorteile der sicheren Bewässerung bietet.

Besonders bewährt hat sich Blähton, ein Tongranulat, das in verschiedenen Körnungen erhältlich ist. Als Hydrokultursubstrat sorgt er dafür, dass die Pflanze Halt hat und Wasser bzw. die Nähstofflösung aus der sog. Anstauzone nach oben befördert wird.

Individuelle Pflanz-Gefäße für jede Stilrichtung

Die Wahl des Substrats ist nicht abhängig vom Pflanz-Gefäß oder gar von dessen Übertopf. Ob Ihre Zimmerpflanzen in natürlicher Blumenerde oder in Semi-Hydrokultur stehen – hydroflora bietet für jedes Substrat geeignete Pflanzeneinsätze, z. B. Kunststoffwannen für den Möbeleinbau. Während der Pflanzkübel bei einer Erdbepflanzung so beschaffen sein muss, dass Staunässe gar nicht erst entsteht, kann diese bei Hydrokulturen über den integrierten Wasserstandsanzeiger vermieden werden.

Das Zusammenspiel aus passender Grünpflanze, Art der Haltung und stilvollem Hydrokulturgefäß bildet den Kern unserer Begrünungskonzepte: Wie harmonisch integrieren sich die Pflanzen und Pflanz-Gefäße in das allgemeine Einrichtungskonzept? Wie unterstützt die Raum- und Bürobegrünung die Arbeitsergonomie in Bezug auf Licht, Schatten und Verkehrswege? Kommt durch die gewählte Kombination das Corporate Design des Unternehmens ausreichend zur Geltung? Wir halten für Sie eine große Auswahl an Pflanz-Gefäßen für unterschiedliche Ansprüche und Stile bereit.

Stressfreies Gießen – die perfekte Wasserversorgung für Ihre Hydrokultur

Wöchentliches oder gar tägliches Gießen gehört der Vergangenheit an. Es ist einer der großen Vorzüge der Hydrokultur, dass ein integrierter Wasserstandsanzeiger keinen Zweifel daran lässt, ob ihre Pflanzen gegossen werden müssen oder nicht.

Der Wasserstandsanzeiger schließt bündig mit dem Boden des Innentopfes ab und verfügt über verschiedene Markierungen. Auf einer Skala des Röhrchens wird angezeigt, ob sich der Wasserstand im maximalen, optimalen oder minimalen Bereich bewegt.

In der Regel hält der Wasservorrat je nach Grünpflanze zwischen zwei und vier Wochen. Danach muss wieder Wasser aufgefüllt werden, jedoch nicht über die Optimum-Markierung, da die Pflanze bei zu viel Wasser nicht mehr ausreichend mit Luft versorgt werden. Ausnahme: bei längerer Abwesenheit darf etwas kräftiger gegossen werden.

Der richtige Dünger ist überlebenswichtig

Die Ernährung der Grünpflanze erfolgt nicht über reines Wasser, sondern über eine Nährlösung, woran sie schon als Jungpflanze gewöhnt werden sollte. Da das anorganische Substrat (z. B. Blähton) selbst keine Nährstoffe enthält, wird der richtigen Düngung der Pflanze eine zentrale Bedeutung zuteil.

Die Nährstoffversorgung erfolgt mit einem Depot-Nährstoff oder einem Flüssig-Nährstoff, der von hydroflora nach genauer Wasseranalyse auf die jeweilige Wasserqualität abgestimmt wird. Das Nährstoffangebot selbst muss hinreichend genau an den Entzug durch die Grün- bzw. Zimmerpflanze angepasst werden.

Richtiges Düngen ist Bestandteil unseres professionellen Pflanzenpflege-Service und sollte grundsätzlich sehr gewissenhaft durchgeführt werden.

Hydrokultur – für die schädlingsfreie Zone

Die Hygiene von Hydrokultur-Pflanzen ist herausragend! Durch die Verwendung anorganischer Substanzen wird z. B. die Keimbildung, die in herkömmlicher Erde vorkommen kann, deutlich verringert.

Bekanntermaßen lauern in der Erde viele Pflanzenschädlinge – von Pilzen bis zu Fraßfeinden, die ihre Eier im Erdreich ablegen, oder Mikroorganismen, denen die Pflanzerde ein Paradies zur Fortpflanzung bietet. Alternativ dazu ist die Nährlösung in Hydrokultursubstraten mit keinerlei Infektionsrisiko behaftet und auch die Schimmelbildung ist wegen der trockenen Oberfläche des Substrats ausgeschlossen.

Aufgrund dieser Eigenschaften und ihrer Widerstandfähigkeit haben es die Hydrokultur-Pflanzen von den Empfangsbereichen bis in die Patientenzimmer geschafft. In Krankenhäusern sind sie mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben und könne dort all ihre positiven Wirkungen auf Psyche und Gesundheit entfalten.

Klassisch, exklusiv oder mediterran? Große Pflanzen-Auswahl für jedes Ambiente

Hydrokultur eröffnet Ihnen mehr Gestaltungsmöglichkeiten, als Sie glauben. Über 200 Arten umfasst unser Angebot an Büroklassikern, mal raumsparend und niedrig, mal mehrere Meter hoch.

Wer für den Eingangsbereich, den Konferenzraum oder die Lobby etwas Repräsentatives sucht, für den halten wir ein ebenfalls großes Sortiment optisch ansprechender Hydrokulturen bereit: von farbenprächtigen Blütenpflanzen wie der Flamingoblume Anthurium über die filigrane und dennoch beeindruckende Bergpalme Chamadorea oder die exotisch anmutende Strahlenpalme Licula bis zur kanarischen Dattelpalme. Für mediterranes Flair sorgen Zitrus- oder Olivenbäume, die in terrakottafarbener Semi-Hydrokultur besonders zur Geltung kommen.

Sie haben richtig viel Platz? Dann ist vielleicht eine Solitärpflanze die richtige Wahl, z. B. die bis zu 25 Meter hoch werdende Karambole aus der Gattung der Gurkenbäume, eine prachtvolle Palmenart oder eine Schwarzolive. Gerade bei großwüchsigen Pflanzen reduziert die Haltung in Hydrokultur den Pflegeaufwand erheblich. Doch darum müssen Sie sich grundsätzlich nicht sorgen, denn hydroflora kommt auf Wunsch regelmäßig zur Kontrolle und Pflege.

Hydrokultur? Nicht zu toppen!
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Häufige Fragen zur Hydrokultur (FAQ)

Was kostet Hydrokultur für Büroräume im Vergleich zu Erdpflanzen?

Die Anfangsinvestition für Hydrokultur liegt etwa 40–60 % höher als für Erdkultur. Über einen 5-Jahres-Zeitraum sind Hydrokultur-Pflanzen jedoch 30–40 % wirtschaftlicher, da der Pflegeaufwand geringer ist, sie eine längere Lebensdauer haben und weniger Ersatzpflanzungen erforderlich sind.

Wie oft muss Hydrokultur in Büroräumen gegossen werden?

Professionelle Hydrokultur-Systeme benötigen alle 14 bis 21 Tage Wasser, wobei die genaue Häufigkeit von der Raumtemperatur, der Pflanzengröße und der Jahreszeit abhängt. Im Vergleich dazu benötigen Erdpflanzen wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Oft wird der Fingertest empfohlen, bei dem man 2 bis 5 cm tief in die Erde fasst, um festzustellen, ob diese trocken ist. Eine Zimmerpflanze mit hohem Wasserbedarf kann jedoch schon alle zwei bis vier Tage Wasser benötigen. Hydrokultur reduziert den Pflegeaufwand für Ihr Facility Management erheblich.

Können alle Pflanzen in Hydrokultur kultiviert werden?

Die meisten gängigen Büro- und Objektpflanzen sind dafür geeignet. Dazu gehören beispielsweise Dracaena, Spathiphyllum, Ficus, Schefflera und Zamioculcas. Erfahrungsgemäß gibt es aber Ausnahmen, die weniger gut mit Hydrokultur zurechtkommen. hydroflora berät Sie gerne bei der Auswahl der optimalen Pflanzen für Ihre spezifischen Raumbedingungen (Lichtverhältnisse, Raumklima, Gestaltungswünsche).

Bietet hydroflora auch einen Wartungsservice für Hydrokultur an?

Ja, hydroflora bietet Full-Service-Pakete für Unternehmen an. Diese umfassen die regelmäßige Pflege (Bewässerung, Düngung, Schnitt), Kontrolle und Austausch bei Bedarf. So haben Sie keinerlei eigenen Aufwand und dauerhaft vitale Pflanzen.

Kann man Hydrokultur-Pflanzen mieten?

Ja, hydroflora bietet Mietmodelle für Unternehmen mit monatlichen Raten an. Ein Pflanzen-Mietvertrag ist schon ab 3.000 € Anschaffungswert möglich. Das All-inclusive-Paket umfasst Pflanzen, Gefäße, Installation, regelmäßige Pflege und Austausch bei Bedarf. Ideal für Unternehmen ohne eigenes Facility Management für Grünpflanzen. Informationen oder ein individuelles Angebot dazu erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Wie lange dauert eine Umstellung von Erdkultur auf Hydrokultur?

Die Umstellung ist ein Prozess, der bei jungen Pflanzen funktioniert, aber Stress bedeutet. hydroflora empfiehlt den direkten Kauf von professionell kultivierten Hydrokultur-Pflanzen. Diese sind optimal an das System adaptiert und zeigen sofort höchste Vitalität.

Welche Pflanzen eignen sich für Hydrokultur?

Grundsätzlich geeignete Pflanzen

Die meisten Zimmerpflanzen lassen sich erfolgreich in Hydrokultur kultivieren. Besonders bewährt haben sich Pflanzen, die von Natur aus eine hohe Toleranz gegenüber Staunässe haben oder deren Wurzeln sich gut an die permanente Feuchtigkeit anpassen können.

Besonders empfehlenswerte Pflanzen

Grünpflanzen:

  • Philodendron-Arten (sehr robust und wuchsfreudig)
  • Efeutute (Epipremnum aureum) – ideal für Einsteiger
  • Bogenhanf (Sansevieria) – äußerst pflegeleicht
  • Drachenbaum (Dracaena) – in vielen Varianten erhältlich
  • Birkenfeige (Ficus benjamina)
  • Einblatt (Spathiphyllum) – blüht auch in Hydrokultur
  • Fensterblatt (Monstera deliciosa)

Blühpflanzen:

  • Anthurie (Flamingoblume) – klassische Hydrokultur-Pflanze
  • Orchideen (insbesondere Phalaenopsis)
  • Usambaraveilchen (Saintpaulia)

Palmen und palmenähnliche Pflanzen:

  • Yucca-Palme
  • Kentia-Palme (Howea forsteriana)
  • Bergpalme (Chamaedorea elegans)
Welche Pflanzen eignen sich nicht für Hydrokultur?

Nicht alle Pflanzen gedeihen in Hydrokultur gleich gut. Folgende Arten eigen sich weniger und sollten besser in Erde kultiviert werden:

  • Kakteen und die meisten Sukkulenten (wegen zu hoher Feuchtigkeit)
  • Pflanzen mit sehr feinen, empfindlichen Wurzeln
  • Saisonale Pflanzen mit kurzer Lebensdauer
  • Pflanzen, die Trockenperioden benötigen

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